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Risoko-Faktoren für eine COPD

 

Zu den nur eingeschränkt beeinflussbaren Risiko-Faktoren zählen:

  • genetisch veranlagte Risiko-Faktoren (z. B. Alpha-1-Protease-Inhibitor-Mangel)
  • eine bronchiale Überempfindlichkeit (Hyperreagibilität)
  • eine Störungen des Lungenwachstums

 

Hinzu kommen erworbene und damit beeinflussbare Risiko-Faktoren:

  • inhalativer Tabakkonsum (zwar entwickeln nur ca. 15-20% der Raucher eine COPD, jedoch fast alle COPD-Patienten sind Raucher, ehemalige Raucher oder Passiv-Raucher)
  • berufsbedingte Stäube (sowohl organische wie auch anorganische)
  • allgemeine Luftverschmutzung (hier scheint vor allem die Exposition gegenüber Schwefeldioxid eine entscheidende Rolle zu spielen)
  • häufige Atemwegsinfektionen in der Kindheit (Studien zeigen eine Beziehung zwischen akuten viralen Lungenentzündungen in der Kindheit und der späteren Entwicklung einer COPD)




Schweregrade der stabilen COPD

 

Die COPD wird, funktionell gemessen am FEV1-Wert, in verschiedene Schweregrade eingeteilt.

 


Schweregrad
 
Symptome
 
Spirometrie
 
Schweregrad 0
Risikogruppe
 
chronische Symptome
(Husten, Auswurf, Dyspnoe)
 
Normale Spirometrie 
Schweregrad 1
leichtgradig
 
mit oder ohne chronische Symptome
(Husten, Auswurf, Dyspnoe)
 
FEV1 ≥ 80 % Soll
und
FEV1/VK < 70 % Soll 
Schweregrad 2
mittelgradig
 
mit oder ohne chronische Symptome
(Husten, Auswurf, Dyspnoe)
 
50 % ≤ FEV1 < 80 % Soll
und
FEV1/VK < 70 % Soll 
Schweregrad 3
schwer
 
mit oder ohne chronische Symptome
(Husten, Auswurf, Dyspnoe)
 
30 % ≤ FEV1 < 50 % Soll
und
FEV1/VK < 70 % Soll 
Schweregrad 4
sehr schwer
 
Zeichen der chronischen
respiratorischen Insuffizienz
 
FEV1 < 30 % Soll

oder

FEV1 < 50% Soll
mit respiratorischer Insuffizienz
und
FEV1/VK < 70 % Soll
 



Stufenplan in der Behandlung einer stabilen COPD

Behandlungs-Stufe / Kriterien   Nicht-Medikamentöse Maßnahmen   Medikamentöse Maßnahmen  
Stufe 1
FEV1 ≥ 80 % Soll
und
FEV1/VK < 70 % Soll 
  • Vermeidung inhalativer Schadstoffe (insbesondere Tabakrauch);

  • Schutzimpfungen*;
 
  • raschwirksame inhalative Bronchodilatatoren** bei Bedarf

 
Stufe 2
50 % ≤ FEV1 < 80 % Soll 
  • Vermeidung inhalativer Schadstoffe (insbesondere Tabakrauch);

  • Schutzimpfungen*;

  • rehabilitative Maßnahmen***

 
  • raschwirksame inhalative Bronchodilatatoren** bei Bedarf

  • ein oder mehrere langwirksame inhalative Bronchodilatatoren als Dauertherapie (einzeln oder in Kombination).

 
Stufe 3
30 % ≤ FEV1 < 50 % Soll 
  • Vermeidung inhalativer Schadstoffe (insbesondere Tabakrauch);

  • Schutzimpfungen*;

  • rehabilitative Maßnahmen***

 
  • raschwirksame inhalative Bronchodilatatoren** bei Bedarf

  • ein oder mehrere langwirksame inhalative Bronchodilatatoren als Dauertherapie (einzeln oder in Kombination)

  • inhalative Corticosteroide bei wiederholten Exazerbationen (Therapieeffekt gemessen an Exazerbations-Rückgang vorausgesetzt).

 
Stufe 4
FEV1 < 30 % Soll
oder respiratorische Insuffizienz
 
  • Vermeidung inhalativer Schadstoffe (insbesondere Tabakrauch);

  • Schutzimpfungen*;

  • rehabilitative Maßnahmen***


 
  • raschwirksame inhalative Bronchodilatatoren** bei Bedarf

  • ein oder mehrere langwirksame inhalative Bronchodilatatoren als Dauertherapie (einzeln oder in Kombination)

  • inhalative corticosteroide bei wiederholten Exazerbationen (Therapieeffekt gemessen an Exazerbations-Rückgang vorausgesetzt)

  • ergänzende Maßnahmen (Langzeit-Sauerstoff-Therapie, chirurgische Therapie) erwägen.
 



Abkürzungen / Erläuterungen

FEV1:   Forciertes Exspiratorisches Volumen in der 1. Sekunde - Dabei handelt es sich um das Volumen, das nach dem maximalen Einatmen innerhalb der ersten Sekunde maximal ausgeatmet werden kann. Angegeben wird der FEV1-Wert in der Regel in Prozent in Bezug zu den Sollwert-Standard-Tabellen der EU (abhängig von Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht). Wird das Verhältnis FEV1/VK berechnet, so wird der FEV1-Wert nicht in Prozent, sondern als absoluter Wert in Liter angegeben. 
VK:   Inspiratorische Vitalkapazität - Dabei handelt es sich um das Volumen, welches nach dem vollständigen Ausatmen maximal wieder eingeatmet werden kann. 
FEV1/VK:   Das relative Verhältnis von FEV1 zu VK darf zur Bewertung einer Obstruktion der Atemwege nur dann hearangezogen werden, wenn die Vitalkapazität im Normbereich liegt. Andernfalls werden fälschlicherweise gesunde Lungenfunktionen gefunden. 
Respiratorische
Insuffizienz:  
Dies bedeutet, dass die Atmung nicht mehr ausreichend funktioniert. Hieraus ergibt sich, dass durch die verschlechterte Einatmung vermindert Sauerstoff in den Körper gelangt und im Gegenzug beim Ausatmen das Kohlendioxid nicht vollständig abgegeben wird - arterieller O2-Partialdruck im Blut unter 8,0 kPa (60mmHg) mit oder ohne respiratorische Partialinsuffizienz oder mit Anstieg des CO2-Partialdrucks im Blut über 45 mmHg. 
*   Schutzimpfungen gegen Influenza und Pneumokokken 
**   Mittel der ersten und zweiten Wahl bei Bronchodilatatoren sind Beta-2-Sympathomimetika und Anticholinergika. Mittel der dritten Wahl ist Theophyllin. 
***   ambulante und/oder stationäre Rehabilitation, z. B. körperliches Training, Atemphysiotherapie, Patientenschulung 
****   nach GOLD 2005 (Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease: www.goldcopd.com

Quelle: Nationale Versorgungsleitlinie COPD, Version 1.5 - Dez. 2007
Herausgeber: BÄK, KBV, AWMF
Redaktion: ÄZQ


Hinweis

 

Die auf den Websites der Apotheke Landesbergen zu Verfügung gestellten Informationen stellen in keiner Weise Ersatz für eine professionelle Behandlung oder eine im Zusammenhang mit einer Therapie stehende Beratung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar.

 

Die Inhalte der Websites der Apotheke Landesbergen ist nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendbar. Diagnosen und Therapien setzen in jedem Einzelfall das persönliche Gespräch mit einem sachkundigen Arzt, eine körperliche Untersuchung sowie gelegentlich auch andere diagnostische Maßnahmen voraus. Dabei muß der um Rat gefragte Arzt im Land, in dem der ratsuchende Patient wohnt, auch für die Ausübung der Heilkunde zugelassen sein.

 

Siehe auch

Copyright /

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